Der DRK-Kreisverband Aalen plant den Neubau einer modernen Rettungswache an der Walkstraße in Aalen. Damit reagiert der Kreisverband auf gestiegene Anforderungen im Rettungsdienst und auf die begrenzten Möglichkeiten des bisherigen Standorts im Greut.
Die bestehende Rettungswache ist seit 1981 im Rettungszentrum im Greut untergebracht. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Rettungsdienst jedoch stark verändert. Fahrzeuge sind größer geworden, die Zahl der Mitarbeitenden ist deutlich gestiegen und auch die gesetzlichen Anforderungen haben sich weiterentwickelt. Insgesamt arbeiten heute rund 230 Beschäftigte an acht Rettungswachen des Kreisverbands im Ostalbkreis.
„Der Standort im Greut war bei seiner Entstehung verkehrsgünstig am Stadtrand gelegen. Inzwischen befindet er sich mitten in einem dicht besiedelten Wohngebiet mit Schulen, Kindergärten und Tempo-30-Zonen“, erklärt Geschäftsführer Matthias Wagner. Da Rettungsfahrzeuge regelmäßig mit Blaulicht und Martinshorn ausrücken müssen, komme es immer wieder zu schwierigen Situationen im Straßenverkehr und zu Beschwerden aus der Nachbarschaft.
Als neuer Standort ist ein rund 3.500 Quadratmeter großes Grundstück auf dem ehemaligen Mühlich-Areal an der Walkstraße vorgesehen. Das Gelände zwischen Kocher und Wilhelm-Merz-Straße befindet sich bereits im Besitz des Kreisverbands. Geplant ist ein mehrgeschossiges Gebäude mit Stellflächen für Einsatzfahrzeuge sowie Räumen für Verwaltung, Rettungsdienstleitung, Ausbildung und Katastrophenschutz.
Ein entscheidender Vorteil des Standorts ist die Verkehrsanbindung: Über den Burgstallkreisel gelangen Einsatzfahrzeuge direkt auf die Bundesstraße 29 und können ohne Ampeln in Richtung Essingen ausrücken. „Schnelle Wege retten Leben. Deshalb ist eine gute Lage für eine Rettungswache von zentraler Bedeutung“, so Wagner.
Mit der Reform des Rettungsdienstgesetzes in Baden-Württemberg gilt seit 2024 die Vorgabe, dass Rettungswagen oder Notarzteinsatzfahrzeuge Patientinnen und Patienten in 95 Prozent der Einsätze innerhalb von zwölf Minuten erreichen sollen. Auch deshalb gewinnt die strategische Platzierung von Rettungswachen zunehmend an Bedeutung.
Mit dem Neubau will der Kreisverband außerdem bislang verteilte Fahrzeugstandorte zusammenführen. Künftig sollen Rettungsdienstfahrzeuge, Katastrophenschutzfahrzeuge sowie weitere DRK-Fahrzeuge zentral untergebracht werden.
Derzeit laufen Machbarkeitsstudien und Förderprüfungen. Ziel des Kreisverbands ist es, den Neubau bis zum Jahr 2030 fertigzustellen.
