Im vergangenen Jahr wurde der Grundstein für eine starke „Helfer vor Ort“ (HvO) Struktur im Altkreis Aalen gelegt. Elf neue Gruppen kamen hinzu und sichern nun die Notfallhilfe insbesondere in ländlichen Regionen weiter ab. Sie sind meist noch vor dem Rettungsdienst da. Das kann Leben retten, denn bspw. bei einem Herz-Kreislaufstillstand entscheiden Sekunden zwischen Leben und Tod.
Die HvO-Gruppen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der rettungsdienstlichen Versorgung im Ostalbkreis. Ihr zentrales Ziel ist es, das therapiefreie Intervall bei medizinischen Notfällen zu verkürzen und damit wertvolle Zeit bis zum Eintreffen des Regelrettungsdienstes zu überbrücken. Gerade in ländlich geprägten Regionen oder bei zeitkritischen Notfällen leisten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer einen entscheidenden Beitrag zur medizinischen Erstversorgung der Bevölkerung.
Der DRK-Kreisverband Aalen e. V. konnte im Jahr 2025 einen bedeutenden Schritt zur Stärkung dieser Struktur gehen. Insgesamt wurden elf neue HvO-Gruppen ins Leben gerufen: Aalen, Bopfingen, Dewangen, Fachsenfeld, Ebnat, Waldhausen, Eggenrot, Haselbach, Lippach, Pfahlheim und Unterkochen. Mit diesem Ausbau wurde die flächendeckende Notfallhilfe im gesamten Kreisgebiet weiter verbessert und nachhaltig gesichert. Insgesamt verfügt der Kreisverband nun über 32 HvO-Gruppen, die mit Einsatz-Rucksätzen ausgestattet sind. Alle Helfer sind in einer DRK-Bereitschaft tätig und verfügen über eine Sanitätsausbildung.
Die hohe Relevanz von ehrenamtlichem Einsatz spiegelt sich eindrucksvoll in den Einsatzzahlen wider.
Im Jahr 2025 leisteten alle HvO-Gruppen des Kreisverbandes Aalen bei insgesamt 1.148 Einsätzen qualifizierte Erste Hilfe und medizinische Erstversorgung. Jeder dieser Einsätze steht für schnelle Hilfe, Engagement und Verantwortung gegenüber den Mitmenschen.
Der DRK Aalen setzt bei der Notfallhilfe neben den „Helfern vor Ort“ auf weitere Säulen ehrenamtlichen Engagements. So gibt es Unterstützungsgruppen Rettungsdienst (URD), die mit ihrem Rettungswagen im vergangenen Jahr dem Regelrettungsdienst bei 90 Einsätzen ausgeholfen haben. Sie springen ein, wenn bei Einsatzspitzen alle Rettungswagen im Einsatz sind, um die Versorgungssicherheit auch bei hoher Auslastung aufrechtzuerhalten. Außerdem verfügt der Kreisverband noch über zwei Einsatzeinheiten (Aalen, Ellwangen/Lauchheim) des Katastrophenschutzes, die im Berichtsjahr insgesamt sechsmal zum Einsatz kamen, unter anderem bei größeren Schadenslagen oder besonderen Einsatzanforderungen.
Eine weitere innovative Ergänzung in der Notfallhilfe ist die smartphonebasierte Alarmierung von Ehrenamtlichen.
Bei der Alarmierung von ehrenamtlichen Ersthelfenden geht das DRK Aalen innovative Wege. In der App „corhelper“ kann sich jeder registrieren, der in Maßnahmen der Wiederbelebung geschult ist, bspw. klinisches Personal oder Mitglieder*innen einer Hilfsorganisation. Bei einem Notfall wird man durch die Leitstelle über die App alarmiert, wenn man sich in der Nähe des Einsatzortes befindet. Wer Teil vom „Team Ostalb“ werden will, kann sich unter www.team-ostalb.de die App für Android oder Apple Geräte herunterladen.
Die Zahlen und Entwicklungen des Jahres 2025 verdeutlichen eindrucksvoll den hohen Stellenwert der Helfer-vor-Ort-Gruppen sowie der weiteren ehrenamtlichen Strukturen im DRK-Kreisverband Aalen. Sie zeigen, wie wichtig ehrenamtliches Engagement, fundierte Ausbildung und eine gute Zusammenarbeit mit dem Regelrettungsdienst sind, um eine schnelle und wirksame Hilfe für die Bevölkerung sicherzustellen. Der DRK-Kreisverband Aalen bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre Bereitschaft, Verantwortung für das Gemeinwohl zu übernehmen.
