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Vom Sanitätsverein zum Kreisverband

Die Sanitätsabteilung Unterkochen im Jahr 1923.

 Am 7.Juli 1866 veröffentlichte das „Komitee des Sanitätsverein für den Bezirk Aalen“ einen Aufruf an die Bevölkerung, in dem Dank für „eine Masse von Spitalrequisiten jeder Art sowie für sehr viele Geldbeträge aus der Stadt und von dem Lande“ ausgesprochen wurde, „welche auf unsere Bitte hin für die Kranken und Verwundeten der württembergischen, eventuell der deutsches Bundesarmee bei uns eingegangen sind…“ . Dies ist ein Beweis dafür, dass ein Verein bestand, der sich die Hilfe für Verwundete und kranke Soldaten zum Ziel gesetzt hatte.

Die Anfänge eines Sanitätsvereines in Aalen gehen zurück auf die Bemühungen einer Gruppe von Ehrefrauen prominenter Aalener Bürger im Jahre 1859. Es waren insbesondere Frauenvereine, die sich für die Aufgabe, das Los kranker und verwundeter Soldaten zu lindern, einsetzten wollten. Mit dem Krieg 1866 erweiterten sich für den Sanitätsverein die Aufgaben. Es wurden nicht nur Geld und Leibwäsche gesammelt, sondern darüber hinaus wurden Bestattungen und Lebensmittel benötigt sowie Räume, in denen Kranke und Verwundete auf Kosten des Vereins versorgt werden konnten. Weiter wurden Familien gesucht, die Kranke und Verwundete unentgeltlich aufnahmen und verpflegten. Ein Aufruf des „Zweigvereins des Württembergischen Sanitätsvereins in Aalen“ war unterzeichnet von: Karoline Barth, Katherine Böhringer, Bertha Erhardt, Karoline Hartmann, Nane Köpfe, Karoline Oesterlein, Hugo Cloß, Gaiser, Haas, Wilh, Kirchgraber, Ruoff, Winter. Dekan Neuffer und Apotheker Cloß, Oberamtsaktuar Kirchgraber, der als Kassier der Geldbeträge entgegennahm, wirkten maßgeblich beim Verein mit. Schon damals wurden öffentlich Sammlungen und eine Sammlung von Haus zu Haus durchgeführt. Auch die Zahlung eines monatlichen Beitrages für die Dauer des Krieges war erwünscht. Alle Gaben wurden an den Württembergischen Sanitätsverein zur Unterstützung verwundeter und kranker Krieger „mit der Bestimmung abgeliefert, dass dieselben zunächst den württembergischen Truppen, eventuell jedoch der deutschen Bundesarmee zugute kommen sollen“. Die Geschichte des Sanitätsvereins in Aalen ist in enger Verbindung zum Württembergischen Sanitätsverein zu sehen.

Man konnte damals auf die Unterstützung und Förderung verweisen, die Königin Olga „in wahrer landsmütterlicher Fürsorge“ dem Sanitätsverein angediehen ließ. Sie hatte ihn nicht nur mit der „reichen Gabe“ von 500 fl. bedacht, sondern auch die „die hohe Gnade“ gehabt, die Oberleitung, insbesondere der sich im Lande befindlichen Frauenvereine zu übernehmen.

Im einen Aufruf des Württembergischen Sanitätsvereins von 6. Juli wurde auf Erfahrungen im Krimkrieg, in Amerika, in Schleswig und anderswo verwiesen, wobei es sich gezeigt habe, wie segensreich die aufopfernde Frauenhilfe in Zeiten schwerer Not im Bereich der Verwundeten- und Krankenpflege sein könne. Vereint mit Frauenvereine wolle man das Liebeswerk betrieben, „in welchem unsere in Ehrfurcht geliebte Königin das Banner vorausträgt“.

Heimkehrertransporte auf dem Bahnhof Aalen

Archivunterlagen besagen, dass während des Krieges 1866 die Bevölkerung mit reichlichen Spendern aller Art die Anliegen des Sanitätsvereins unterstützten. Während der Kriegsjahre 1870/71 warb der Verein um freiwillige Krankenpfleger und richtet ein Hilfslazarett, das sogenannte „Vereinslazarett“ in einigen Räumen des Städtischen Krankenhauses und des Gasthofes „Zur Karlsburg“ ein. Nach 1871 löste sich der Sanitätsverein auf, das verbliebene Geld wurde zinsbringend angelegt. Die Stadtchronik berichtet: Die in den Kriegsjahren 18070/71 gesammelten und damals nicht verwendete „Sanitätsgelder“ wurden vom Kassier Hugo Cloß verwaltet. Es handelte sich um 800 Mark. Im Jahre 1901 ging das Vermögen des Sanitätsvereins in die Verwaltung der Amtskörperschaft über. Die Krankenpfleger aber blieben zusammen und gliederten sich der Freiwilligen Feuerwehr an. Die Gründung einer Aalener Sanitätskolonne im Rahmen des Roten Kreuzes erfolgte am 30. April 1911.

Die Sanitätskolonne Aalen, hervorgegangen aus dem Sanitätsverein und aus der Sanitätsabteilung der Freiwilligen Feuerwehr, hatte sich zum Zielgesetzt, den Rot-Kreuz-Gedanken zu verwirklichen. Ab 1919 kam es auch in anderen Gemeinden des heutigen Kriegsgebietes zu Bildung von Sanitätskolonnen. Während des Dritten Reiches litt auch das Aalener Rote Kreuz unter den Grundsätzen des nationalsozialistischen Staates. Eine Umwandlung des DRK’s in eine NS-Organisation scheiterte an den Bestimmungen der Genfer Konvention, die von der Reichsregierung ratifiziert worden war. Alle bestehenden DRK-Vereinsorganisationen wurden aufgelöst. Anstelle der Sanitätskolonnen wurden weibliche und männliche Bereitschaften gebildet. Die Sozialeinrichtungen wurden entschädigungslos der NS-Volkswohlfahrt zugeschlagen.

Das württembergische Innenministerium bildete mit Zustimmung der amerikanischen Militärregierung vom 9. November 1945 eine kommissarische Leitung des Württembergische Roten Kreuzes.

Wie aber sah es Ende 1945 bei der Kreisstelle Aalen des Württembergischen Roten Kreuzes aus?

Landrat von Lütgendorff stellte die Situation wie folgte dar: „Die Kräfte des Roten Kreuzes in Kreis Aalen wussten nach der Besetzung nicht, in welchem Umfang sie sich noch bestätigen dürften, sie freuen sich deshalb, dass nunmehr Klarheit geschafften und sowohl von der Militärregierung als auch von der Landesstelle Anweisung zur Weiterarbeit gegeben worden ist.“

Für den Kreis Aalen bestand eine Dienststelle unter Leitung des Landrates. Bereitschaften bestanden in Aalen mit Wasseralfingen, Unterkochen, Essingen, Ebnat, in Ellwangen mit Lauchheim, in Bopfingen mit Neresheim.Der Tätigkeitsbericht Mai 1945 sagte aus:

  • Krankentransport mit 2 Krankenkraftwagen in Aalen und Ellwangen
  • Helfer und Helferinnen setzen sich bei Ankunft von Flüchtlingen für Unterkunft und Verpflegung ein.
  • Ein umfangreicher Suchdienst nach Kriegsgefangenen, vermissten Soldaten und Zivilpersonen wurde notwendig. Die Kreisstelle musste einen täglichen Andrang von bis zu 50 Personen mit Anliegen bewältigen.
  • Vor Weihnachten wurde nahezu 1.000 Pakete à 5 kg für deutsche Gefangene in Frankreich von der Kreisdienststelle in Empfang genommen und an die Sammelstelle Stuttgart-Fankfurt/Main weitergeleitet.
  • Das Rote Kreuz bemühte sich, ein Übergangswohnheim für die vielen durchreisenden Fremden einzurichten. Es gelang die frühere Gaststätte „Zum Rad“ in Aalen für das Rote Kreuz zu beschlagnahmen. Sobald die notwendigen Strohsäcke und Wolldecken zur Verfügung standen, betrieb das Rote Kreuz mit Helferinnen ein Übernachtungsheim mit Ausgabe von Kaffee morgens und einer warmen Suppe abends.
  • Um Erste Hilfe bei Unfällen leisten zu können, richtete das Rote Kreuz in allen größeren und verkehrsgünstig gelegenen kleinen Gemeinden Unfallhilfsstationen ein.
  • Die weiblichen Bereitschaftsmitglieder beteiligten sich an der Sammlung und Vorbereitung von Kleidung für entlassene und heimatlose Soldaten.

Der Geschäftsbericht des Jahres 1946 macht deutlich:

  • Aktive Mitglieder: 247 weibliche, 170 männliche
  • Passive Mitglieder: 1.157
  • Sammlung im Frühjahr 1946: 89.000 RM.
  • Sammlung im Herbst 1946: 38.200 RM
  • Im Übernachtungsheim wurden 12.028 Übernachtungen gezählt.
  • In Krankenhäusern waren 6 Helferinnen des Roten Kreuzes eingesetzt. Weitere Helferinnen und Helfer arbeiteten im Ruckenlager und im Nordlager Wasseralfingen.
  • Der Krankentransport bewältigte 900 Transporte mit insgesamt 19.000 gefahrenen km.

Die Aufgaben des Roten Kreuzes werden seit Kriegsende durch rechtlich selbständige Kreisvereine wahrgenommen, die sich seit 1982 Kreisverbände nennen und der Rechtsform nach eingetragene Vereine sind.

Aufgaben

Krankentransport und Rettungsdienst

Der Fahrzeugtransport des Kreisverbandes Aalen in den 60er Jahren.

Insbesondere nach 1945 widmete sich das Rote Kreuz verstärkt dem Transport von Kranken und Verletzten. Der Rettungsdienst wurde in den folgenden Jahren ausgebaut.

Ausgelöst durch die Erklärung von Medizinern setzte sich in den 60er Jahren sowohl in der Öffentlichkeit als auch in den Parlamenten eine Diskussion über den Zustand des Rettungsdienstes ein. Es wurde festgestellt, dass bis zu 20.000 Menschen jährlich sterben, weil eine wirksame Hilfe nicht oder nicht rechtzeitig geleistet werden konnte.

In Baden-Württemberg war das Ergebnis der parlamentarischen Behandlung zunächst im Jahre 1970 eine umfangreiche Denkschrift der Regierung über die Situation des Notfallrettungsdienstes und des Krankentransportes. Darin wurde festgestellt, dass bei der Entwicklung des Rettungsdienstes bereit viel mehr geschehen war, als allgemein bekannt oder bewusst war. Sie zeigte aber auch erhebliche Lücken und Schwächen und vor allem auch die Ursachen auf, die in der völlig ungenügenden Finanzierung zu suchen waren.

Dafür ein Beispiel: In einem Bericht des Landratsamtes Aalen an das Regierungspräsidium vom 24.04.1970 wurde festgestellt, dass der DRK-Kreisverband Aalen von den zwei jährlich neuanzuschaffenden Fahrzeugen nur eines aus eigenen Mitteln bestreiten konnte und hinsichtlich des anderen auf Spenden angewiesen sei. An die höchst wünschenswerte Besetzung der Einsatzfahrzeuge mit zwei Sanitätern sei aus finanziellen Gründen schon gar nicht zu denken. Die in der Denkschrift gemachten Vorschläge gipfelten deshalb auch in der Forderung nach einen Landesprogramm zur finanziellen Förderung einer Reihe von Maßnahmen.

Erstversorgung mit einem Notarztwagen.

Am 28.Mai 1975 verabschiedete der Landtag das Gesetz über den Rettungsdienst. Die wichtigste Regelung des Gesetztes war, dass es den Zustand sanktionierte, wonach der Rettungsdienst und der Krankentransport weiterhin nicht als öffentliche Aufgabe wahrgenommen wird, sondern den Sanitätsorganisationen überlassen bleibt. Die Landesregierung wurde verpflichtet, koordinierend mitzuwirken und nötigenfalls einzugreifen, zu diesem Zweck einen Landesbeirat für das Rettungswesen zu bilden und einen Rettungsdienstplan zu erstellen.

Im Zuge der Entwicklung des Rettungsdienstes aus dem Krankentransport wurde neben dem klassischen Krankentransport (KTW) der Rettungswaren (RTW) konzipiert und nach und nach eingeführt. Der zum Transport von Notfallpatienten bestimmte RTW ist in Aufbau und Ausstattung geeignet, eine maximale Erstversorgung und Behandlung des Notfallpatienten zu gewährleisten. Die zwangsläufige Folge der Verbesserung des Rettungsdienstes war die Einrichtung des Notarztdienstes.

Mit kleinen Schritten begann 1974 der Aufbau des Notarztdienstes beim DRK in Aalen. Unterstützt durch niedergelassene Ärzte, war es die neu eingerichtete Anästhesieabteilung des Kreiskrankenhauses Aalen, die aufgrund ihres speziellen Aufgabengebietes Schrittmacherdienste leistete.

Bereits im Jahr1975 wurde der Notarztdienst rund um die Uhr im Bereich Aalen organisiert. In den folgenden Jahren entstanden auch bei den Rettungswachen Ellwangen, Bopfingen und Neresheim Notarztdienste, so dass alsbald eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung im Rettungsdienst gewährleistet war. Bis heute wird der Notarztdienst fast ausschließlich von Ärzten der Kreiskrankenhäuser geleistet. Im Raum Neresheim versieht diesen Dienst seit langen Jahren der praktische Arzt Dr. Mennicken.

Während es 1975 120 Notarzteinsätze waren, stieg die Zahl auf 1.000 im Jahr 1980, 1985 auf 1.200, 1990 auf 1.800.

Rettungsleitstelle

Die DRK Leitstelle in der Curfeßstraße.

Eine Folge des Rettungsdienstgesetztes von 1975 war die Einrichtung von Rettungsleitstellen für die neugeschaffenen Rettungsdienstbereiche. So erhielt auch das DRK Aalen im Oktober 1975 eine weitgehend vom Land geförderte Rettungsleitstelle im Gebäude Curfeßstraße 13. Mit der Einrichtung der Leistelle verbunden war die Aufschaltung der Außenwachen Ellwangen, Bopfingen und Neresheim. Ab diesem Zeitpunkt gehen Telefongespräche aus den genannten Beriechen aufgrund einer Postdirektschaltung bei der Leistelle in Aalen ein. Damit ist sichergestellt, dass jeder Anrufer rund um die Uhr einen Ansprechpartner hat.

Eine gemeinsame Rettungsleitstelle für die Feuerwehr und Rettungsdienst wurde 1981 geschaffen. Die Einsätze der FFW im Ostalbkreis werden über diese Leistelle koordiniert.

In den 10 Jahren des Bestehens der gemeinsamen Rettungsleitstelle hat sich diese Form der Zusammenarbeit bewährt. Es werden annähernd 100 Feuerwehren im Brandfall alarmiert die Einsätze im Rettungsdienst abgewickelt und somit das gesamte Gebiert des Ostalbkreises einsatzmäßig abgedeckt. Insgesamt werden von der Rettungsleitstelle jährlich bis zu 25.000 Einsätze in den verschiedenen Bereichen abgewickelt.

Im Laufe der Jahre: kamen zu den klassischen Aufgaben der Leistelle neue Tätigkeiten hinzu: Über 100 Teilnehmer des Hausnotrufes sind rund um die Uhr mit der Leistelle verbunden und können im Notfall sofort Hilfe anfordern.

Für die durch den Ostalbkreis laufende Ölpipeline liegen Alarmpläne bei der Leitstelle. Bei Störfällen werden die zuständige Feuerwehr und weitere Stellen alarmiert. Ölalarme, Waldbrände, Störungen der Strom-, Gas- und Wasserversorgung werden der Leistelle gemeldet. Für den Katastrophenfall liegen bei der Leistelle entsprechende Pläne der Stadt Aalen und des Landeskreises auf. Für die Erstalarmierung ist die Leitstelle zuständig. Alarmpläne der Rotkreuzeinheiten werden von der Leistelle überwacht und notfalls die Alarmierung durchgeführt. Die Leitstelle führt ein Verzeichnis der verschiedenen Gefahrengüter mit einer entsprechenden Beschreibung derselben und die Art ihrer Bekämpfung.

Für das Landratsamt und die Stadtverwaltung Aalen wird nach Dienstschluss die Telefonvermittlung durchgeführt.

Der zahnärztliche Sonntagsdienst wird für den gesamten Ostalbkreis von der Leistelle Aalen als Auskunftsstelle geregelt.

Sozialarbeit

Von Anfang an war die Sozialarbeit ein wichtiger Bestandteil der Rot-Kreuz-Arbeit.

Unter schwierigen Bedingungen wurden nach 1945 die Heimkehrer-Transporte betreut. Bald kann die Durchführung von Sommerferienheim-Aufenthalten für Kinder aus allen ‚Teilen der Bundesrepublik, insbesondere aus Berlin, hinzu. Über lange Jahre hinweg wurde bis 1980 während der Schulferien in verschiedenen Schulen mit Unterstützung der Gemeinden für jeweils 40 Kinder während vier Wochen ein Ferienaufenthalt in gesunder Luft mit einer guten Verpflegung geboten. Noch heute erinnern sich viele der damaligen Feriengäste gerne an diese Zeit. Heute beteiligt sich unser Kreisverband an Kindererholungen die jährlich vom Landesverband – vorwiegend an der Nord- und Ostesee – durchgeführt werden.

1972 wurde auf Initiative der damaligen DRK-Kreissozialleiterin Ilse Neubert, die Aktion „Essen auf Rädern“ ins Leben gerufen. Sie soll es älteren Mitbürgern ermöglichen, in der eigenen Wohnung täglich eine warme Mahlzeit zu sich zu nehmen und damit dazu beitragen, möglichst lange sich selber zu versorgen. Die Mahlzeit wurde von der Küche des Kreiskrankenhauses Aalen zur Verfügung gestellt. Mit 5 Teilnehmern wurde die Aktion 1972 begonnen. Rasch wuchs die Zahl der Teilnehmer auf 60 an. Damit war die Abgabegrenze der Küche im Kreiskrankenhaus erreicht. Bei steigendem Bedarf wurde 1975 die Aktion auf Tiefkühlkost umgestellt. Dadurch wurde auch möglich, weiter entfernte Gebiete zu versorgen. Inzwischen werden vom Roten Kreuz im Bereich des Altkreises Aalen 300 Teilnehmer mit „Essen auf Rädern“ versorgt. Bis heute wurden über 850.000 Mahlzeiten ausgefahren

Hochzeitsfeier mit Asylbewerbern und ihrem Sozialarbeiter.

Dass weltpolitische Ereignisse auch die örtliche Rotkreuzarbeit jeweils beeinflussen, zeigte sich in der Aufnahme von Vietnam-Flüchtlingen im Herbst 1979. In der Karl-Schule in Wasseralfingen wurde mit tatkräftiger Unterstützung der Helferinnen und Helfer aus Wasseralfingen in Zusammenarbeit mit der Stadt Aalen eine Unterkunft für 85 Vietnam-Flüchtlinge eingerichtet und für die Dauer von 2 Jahren deren Versorgung und Betreuung übernommen. Seit 1985 betreut der DRK-Kreisverband aufgrund einer Vereinbarung mit dem Landkreis Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern. Die Anzahl der Asylbewerber, Asylberechtigten und de-facto-Flüchtligen ist auf inzwischen 1.000 Personen angewachsen. Für die sozialpädagogische Betreuung sind derzeit 8 Sozialarbeiter eingesetzt.

Seit vielen Jahren ist das Rote Kreuz aufgrund einer vertraglichen Regelung mit der Bundesregierung in der Familienzusammenführung tätig für Deutschstämmige, die in den osteuropäischen Staaten leben und in die Bundesrepublik aus reisen wollen. Während es in den Jahren bis 1986 jährlich nur wenige Personen waren, die Ausreisenanträge über as DRK in Aalen stellten, kam es durch die politischen Umwälzung in der jüngsten Zeit zu einer regelrechten Flut von Anträgen für Aussiedler aus dem Osten.

Bis 1988 wurden die Aus- und Übersiedler in unserem Landkreis im Übergangswohnheim Schwäbisch Gmünd versorgt und betreut. Bedingt durch den stark anwachsenden Zugang von Zuwanderern mussten bald Gaststätten im gesamten Landkreis zur Unterbringung in Anspruch genommen werden. Für die Aussiedler aus der ehemaligen DDR wurde im November 1989 in wenigen Tagen die Weidenfeldhalle in Aalen als Sammelunterkunft eingerichtet. Die Betreuung und Versorgung wurde von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK zusammen mit dem MHD 1 Jahr lang übernommen. In der sozialpädagogischen Betreuung der Aus- und Übersiedler sind derzeit 2 Sozialpädagoginnen tätig.

Im Rotkreuzheim Bopfingen fanden regelmäßig Lehrgänge mit arbeitslosen Mädchen statt. Zur Ausbildung dient auch die hauseigene Nähwerkstatt.

Einer wichtigen Aufgabe hat sich der DRK-Kreisverband Aalen mit der Betreuung arbeitsloser Jugendlicher gestellt. Unterstützt durch ein Programm des Landes und durch die Arbeitsverwaltung wurden von 1983 bis 1990 insgesamt 12 Berufsförderungslehrgänge mit durchschnittlich je 15 Teilnehmern durchgeführt. Besonders erfreulich war die Zahl von Lehrgangsteilnehmern, die anschließend in eine Arbeits- oder Lehrstelle vermittelt werden konnten. Die Jugendsozialarbeit konnte stetig erweitert werden. Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Berufshilfe für benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene. Unsere Jugendsozialarbeit besteht derzeit aus folgenden Bausteinen: 16 Plätze Nähwerkstatt Bopfingen, 12 Arbeitsplätze „Freiwillige Gemeinschaftsarbeiten“ im Altkreis Aalen; Offener Jugendtreff im DRK-Heim Bopfingen. Jugendbüro/Beratung und Betreuung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Auch für arbeitslose Erwachsene führte das DRK verschiedene Maßnahmen in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt durch, um diesen Personenkreis zu einer neuen Perspektive nach meistens mehrjähriger Arbeitslosigkeit zu verhelfen. Ein Beispiel hierfür ist die Renovierung der alten Synagoge in Bopfingen-Oberdorf mit 7 Langzeitarbeitlosen unter der Regie des DRK.

Töpfern im Werkraum des Rotkreuzheimes in Bopfingen.

Nach eingehender Prüfung und Zustimmung in den Gremien des Kreisverbandes hat das DRK 1987 die Bau- und Betriebsträgerschaft für ein Altenpflegeheim in Bopfingen übernommen. Seit 1. Januar 1990 ist das mit Gesamtkosten von rund 7.5 Mio. DM erstellte Heim mit 50 Pflegeplätzen in Betrieb und hat sich in der kurzen Zeit eines Bestehens einen sehr guten Ruf erworben.

In dem Bestreben, älteren Bürgern ein Leben so lang wie möglich in der gewohnten häuslichen Umgebung zu erhalten, wurde neben der Aktion „Essen auf Rädern“ weitere Dienste ins Leben gerufen. Seit 1984 bietet das DRK das Hausnotruf-System an. Die Teilnehmer sind mit dem zur Verfügung gestellten System in der Lage, jederzeit mit der Rettungsleistelle Kontakt aufzunehmen und im Notfall von dort Hilfe anzufordern. Ebenfalls seit 1984 bestehen beim DRK „Ambulante Soziale Dienste“. Sei bieten für hilfebedürftige ältere Menschen, die nicht durch Angehörige versorgt werden können, Haushaltshilfen, pflegerische Hilfen und Betreuung an.

Die Gruppe der Seniorengymnastik im Saal des Rettungszentrums in Aalen.

Zu den klassischen Aufgaben des DRK’s in der Gesundheitsförderung – zählt das Bewegungsprogramm. In den derzeit 38 Senioren – Gymnastik-, Wassergymnastik- und Tanzgruppen sollten älteren Bürgern nicht nur körperliches Training angeboten werden, sondern auch die Chance, weitergehende Kontakte zu knüpfen. Dem gleichen Ziel dienen die Seniorenerholungen, die jährlich in Einrichtungen unseres Landesverbandes durchgeführt werden. Nicht nur Erholungensmaßnahmen für ältere Menschen werden über unseren Kreisverband angeboten, sondern auch Müttern mit Kindern können Kuren in Müttergenesungsheimen vermittelt werden. Für behinderte Kinder und Erwachsene steht das Adelheidstift in Kirchberg zur Verfügung.

1977 wurde der Schwerstbehindertenfahrdienst ins Leben gerufen. Mit Unterstützung der „Aktion Sorgenkind“ wurden Spezialfahrzeuge angeschafft, mit denen von Aalen, Ellwangen und Bopfingen aus über 150 Rollstuhlfahrer und Schwerstbehinderte erreicht und zu verschiedenen Stellen wie Einkauf, Friseur, Verwandten, etc. hin- und zurückgebracht

Ohne Zivildienstleistende des Behindertentransportes beim Kreisverband würden viele der Behinderten auf ihre Beweglichkeit verzichten müssen.

Die Behinderten-Arbeit wurde kontinuierlich ausgebaut. 1981 wurde unsere erste Behinderten-Begegnungsstätte in dem neu erstellten Rettungszentrum in Aalen eingerichtet. Weitere Behinderten-Begegnungsstätten wurden in unseren DRK-Heimen in Ellwangen und Bopfingen in Betrieb genommen. Alle Begegnungsstätten dienen den DRK eigenen Arbeitskreisen für Behinderte und Nichtbehinderte als regelmäßige Treffpunkte zur gemeinsamen Freizeitgestaltungen und zum Planen vieler Aktivitäten. Seit 1984 wird unter anderem jährlich eine 12tägige Ferienzeit für Behinderte und Nichtbehinderte durchgeführt. Unsere Begegnungsstätte stehen auch Selbsthilfegruppen zur Benutzung zur Verfügung und werden von diesen stark frequentiert.

1987 bewilligte das Land Baden-Württemberg finanzielle Mittel zur Einrichtung einer sozialpsychiatrischen Dienstes im Ostalbkreis. Zusammen mit der Arbeiterwohlfahrt, den Diakonischen Bezirksstellen, dem Ostalbkreis, den DRK-Kreisverbänden und dem „Verein für seelische Gesundheit“ wurde die „Arbeitsgemeinschaft Sozialpsychiatrische Dienst im Ostalbkreis e.V.“ gegründet als Träger für den sozialpsychiatrischen Dienst. Der Arbeitsgemeinschaft stehen jeweils einige Räume in Aalen und Schwäbisch Gmünd für ihre Arbeit zur Verfügung. Außerdem finden Sprechstunden in den DRK-Heimen Ellwangen und Bopfingen statt. Damit steht chronisch-psychisch kranken Menschen im Ostalbkreis ein flächendeckendes Hilfs- und Beratungsangebote zur Verfügung. Vor 2 Jahren wurde die Arbeitsgemeinschaft um den „Psychosozialen Dienst“ erweitert, ein spezieller Fachdienst für psychisch kranke Menschen im Berufsleben.

Das Aalner Behindertenfest des DRK-Ortsvereins im Stadtgarten. Treffpunkt für Behinderte aus dem gesamten Kreis.

Die Ausweitung der Sozialarbeit erforderte in Ellwangen und Bopfingen die Einrichtung von Außenstellen, die jeweils mit Sozialarbeitern ständig besetzt sind. Von dort aus wird die örtliche DRK-Sozialarbeit koordiniert und unterstützt sowie die Verbindung zu anderen Verbänden, Kirchen, Gemeinden etc. gepflegt. Alle Beratungsstellen berichten über eine wachsende Anzahl von Einzelpersonen und Familien, die in wirtschaftliche und/oder persönliche Schwierigkeiten geraten sind und dringend der eingehenden Beratung bedürfen.

Katastrophenschutz

Übung auf der A7 im November 1987 kurz vor der offiziellen Eröffnung. Der Rettungsdienst hatte hierbei die Gelegenheit für kommende wirkliche EInsätze auf der Autobahn zu üben.

Die Bundesregierung hat das DRK als nationale Hilfeorganisation zur Erfüllung derjenigen Aufgaben anerkannt, die gemäß den Genfer Rotkreuz-Abkommen von 1949 und den von den Internationalen Rotkreuz-Konferenzen festgelegten Grundsätzen in eigener Verantwortung wahrgenommen werden. Die Anerkennungsbedingungen setzten für das DRK voraus, eine einsatzfähige Organisation zu unterhalten, mit der es die obliegenden Aufgaben wirksam durchführen kann. Das DRK muss für die Dienste in einem möglichen Konfliktfall vorbereitet sein, um den Schutz der Zivilbevölkerung im Falle eines bewaffneten Konflikts sicherzustellen. Zu den satzungsgemäßigten Aufgaben des DRK gehört die Mitwirkung beim Schutz der Zivilbevölkerung, insbesondere

  • Hilfe für Opfer bewaffneter Konflikte,
  • Mitwirkung im Sanitätsdienst der Bundeswehr.
  • Suchdienst, Tätigkeit als amtliches Auskunftsbüro nach den Genfer Rotkreuz-Abkommen, Mitwirkung bei der Familienzusammenführung und bei den mit diesen Aufgaben zusammenhängenden Hilfsaktionen,
  • Verbreitung der Kenntnisse der Genfer Rotkreuz-Abkommen,
  • Krankenpflege,
  • Rettungsdienst (Notfallrettung und Krankentransport),
  • Blutspendedienst,
  • Katastrophenschutz und Katastrophenhilfe,
  • Erste Hilfe bei Notständen und Unglücksfällen,
  • Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe und im Gesundheitsschutz.

In Wahrnehmung seiner satzungsgemäßen Aufgaben haben sich alle Verbandsstufen des DRK zur Mitwirkung im Zivil- und im Katastrophenschutz bereiterklärt.

Der DRK-Kreisverband Aalen stellt für den Katastrophenschutz 3 Züge:

  1. Sanitätszug Essingen
  2. Sanitätszug (Transport) Bopfingen
  3. Ergänzungseinheit Aalen

Die Sanitätszüge sind fahrzeugmäßig vom Land Baden-Württemberg voll ausgestattet.

Der Sanitätszug leistet der betroffenen Bevölkerung im Schadensgebiet Erste Hilfe und führt ärztliche Sofortmaßnahmen zur Abwendung lebensbedrohlicher Zustände und zur Herstellung der Transportfähigkeit durch. Er transportiert Verletzte. Dafür stehen dem Kreisverband in den 3 Einheiten 10 Fahrzeuge und 130 entsprechend der Katastrophenvorschriften ausgebildete Helfer zur Verfügung.

 

Blutspendedienst

Blutspendewage um 1964, mit diesem Auto wurden die Blutkonserven und Infusionen zum Aalener Kreiskrankenhaus transportiert.

Die Mitwirkung im Blutspendedienst ist eine satzungsgemäß wichtige Aufgabe. Die am 26. Januar 1956 vom damaligen Präsidenten des Landesverbandes Baden-Württemberg Dr. Arnulf Klett und dem Generalssekretär des Landesverbandes Südbaden, Herrn Ludwig Hess, gegründete gemeinnützige Gesellschaft mit Sitz der Blutspendezentrale in Baden-Baden, konnte am 14. Januar 1958 ihre Arbeitaufnehmen. Von anfänglich 3 Blutspendeaktionen im Jahr 1958 mit 334 Konserven (Aalen, Unterkochen, Essingen) konnten diese im Jahre 1990 auf 44 Termine mit 11.046 Konserven gesteigert werden. Bon 1958 bis 1990 wurde im Kreisgebiet 175.941 Blutkonserven abgenommen. Vor allen Dingen für die Versorgung der operativen Eingriffe in den Krankenhäusern werden immer mehr Blut- und Blutbestandteilkonserven benötigt. Ohne die Mitarbeit (Vorbereitung und Durchführung der Blutspendeaktionen) der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der örtlichen Rotkreuzgemeinschaften wäre diese Leistung nicht zu erreichen.

Sanitätsdienst

Übung des Roten Kreuzes Aalen mit der Feuerwehr auf dem Schulgelände der Bohlschule in Aalen.

Hauptaufgabe der Helferinnen und Helfer des Fachbereiches Sanitätsdienst ist die Betreuung der vielen Sportveranstaltungen unseres Kreises. Dies beinhaltet Erste Hilfe-Hilfe-Maßnahmen sowie die sanitätsdienstliche Versorgung einer Vielzahl anfallender Sportverletzungen.

Jedes Jahr werden viele Feste, Konzerte, Theaterveranstaltungen und sonstige Großveranstaltungen (Rock-Festivals, etc.) sanitätsdienstlich versorgt.

Im vergangenen Jahr 1990 wurde bei 7.623 Einsätzen 184.358 Stunden Sanitätsdienst geleistet.

Für die Bewältigung dieser Aufgabe ist es erforderlich, dass die Helferinnen und Helfer eine Sanitätsausbildung erhalten, die sie in die Lage versetzt, lebensbedrohliche Situationen zu erkennen und die entsprechenden Maßnahmen durchzuführen.

Breitenausbildung

Bei dem jährlichen EH-Wettbewerben können die aktiven Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes ihr Können unter Beweis stellen.

Eine ständige Aufgab des Deutschen Roten Kreuzes ist die Breitenausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe und Lebensrettende Sofortmaßnahmen am Unfallort. Darüber hinaus werden Kursprogramme wie Krankenpflege in der Familie und Erste Hilfe am Kind geboten. Diese Ausbildungen, vor allem die EH-Ausbildung, sind eine der wichtigsten und ältesten Aufgaben des Roten Kreuzes, das damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Selbsthilfe in der Bevölkerung leistet. Dafür stehen dem DRK-Kreisverband Aalen e.V. 54 Ausbilder zur Verfügung, die im Jahr 1990 in 194 Lehrgängen 2.617 Personen ausgebildet haben.

Bergwacht

Rettung über eine Seilbahn mit der Bergwacht der Rotkreuz-Bereitschaft Aalen 1987 am Rosenstein.

Nach der Gründung im Jahre 1958 entwickelte sich die Bergwacht-Bereitschaft Aalen bis heute zu einer der größten Bergwacht-Bereitschaften in Württemberg. Über 90 Mitglieder sind aktiv im Rettungs- und Naturschutzdienst tätig.

Mit der Ende August 1987 eingeweihten Rettungsstation in Essingen-Lauterburg besitzt sie nun endlich ein eigenes Haus für Einsätze, Ausbildung und Geselligkeit.

Die Aufgaben der Bergwacht umfassen Rettungsdienst im Sommer und Winter auf Skipisten, Langlaufloipen, Wanderwegen und in Klettergebieten.

Darüber hinaus nehmen die Helfer wichtige Aufgaben im Natur- und Umweltschutz wahr.

Pflegehilfsdienst

Das erste warme Essen für viele DDR-Übersiedler nach ihrer langen Odysee wird ind er Küche des DRK zubereitet. Helfer des Roten Kreuzes und Malteser-Hilfsdienstes hatten für die nächsten Monate die Betreuung der Übersiedler im Übergangswohnheim Weidenfeldhalle übernommen.

Der Pflegehilfsdienst entstand aus der Notwendigkeit heraus, entsprechende Pflegehilfskräfte für spezielle Aufgaben auf nationaler Ebene, vor allem Dingen im Verteidigungsfalle, zur Verfügung zu haben. Das Rote Kreuz übernahm die Aufgabe, Helferinnen auszubilden, die befähigt sind, Krankenschwestern bei ihren Aufgaben zu unterstützen (Schwesterhelferinnen). Diese Aufgabe wird beim DRK-Kreisverband Aalen e.V. von 40 Mitgliedern der Pflegegruppe wahrgenommen. Diese Schwesterhelferinnen nehmen regelmäßig an Aus- und Fortbildungsveranstaltungen teil.

Betreuungsdienst

Verbandsplatz im Rahmen einer Übung in der Turnhalle der Bohlschule Aalen.

Die Helferdienst und Helfer der Rotkreuz-Bereitschaften bilden den Betreuungsdienst. Eine große Bewährungsprobe hatte der Betreuungsdienst bei der provisorischen Unterbringung der Übersiedler aus der damaligen DDR zu bestehen. Von November 1989 bis Oktober 1990 wurden die vom Landkreis in der Weidenfeldhalle einquartierten Übersiedler – vom Frühstück bis zum Abendessen – durch persönliche Beratungs- und Betreuungsdienste versorgt.

Kreisauskunftsbüro

Aus dem früheren Kreisauskunftsbüro (KAB) hat sich das heutige amtliche Auskunftsbüro (AAB) entwickelt. Diese, vor allen Dingen bei Katastrophen und im Verteidigungsfall, wichtige Institution, wird von der DRK-Einheiten Ebnat und Wört gebildet. Ihre Aufgabe ist es, Suchanträge nach und Meldungen über Katastrophenopfer entgegenzunehmen sowie Auskünfte zu erteilen. Darüber hinaus leitet das AAB Nachforschungen nach Vermissten sowie die Zusammenführung getrennter Familien ein.

Motoradstaffel

Die Motoradstaffel des Kreisverbandes unterstützt die medizinische Betreuung auf der Autobahn in Sommermonaten.

Mit der Öffnung der BAB A7 wurde die Motorradstaffel eingesetzt. Die Aufgabe dieser Helfer, weitgehenst Rettungssanitäter und –helfer, besteht überwiegend aus Hilfeleistungen und Hilfsmaßnahmen auf den Park- und Rastplätzen. Bei Notfällen können von diesen Helfern lebenswichtige Sofortmaßnahmen bis zum Eintreffen des Rettungsdienst Rettungsdienstes durchgeführt werden.