Der Berg ruft - die Bergwacht hilft

Ein Kletterer stürzt und bricht sich den Arm. Auf der Skipiste stoßen zwei Snowboarder zusammen. Ein Tourengeher wird von einer Lawine erfasst. Immer wenn Menschen in unwegsamem Gelände oder im Gebirge verunglücken, wird die Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes aktiv. Pro Jahr leistet die DRK-Bergwacht mit rund 10.000 Einsätzen Hilfe für verunglückte, vermisste und erkrankte Menschen.

In der Freizeit Leben retten
Die insgesamt rund 11.500 ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht stellen den Rettungsdienst in Kletter- und Wandergebieten, im Mittelgebirge und den Deutschen Alpen sicher. Sie übernehmen die erste Notfallversorgung der Patienten und bringen die Verletzten sicher aus dem unwegsamen Gelände heraus. Die Einsatzkräfte werden regelmäßig fortgebildet, Neumitglieder intensiv geschult. Bei besonders schwierigen Einsätzen können die lokalen Einsatzkräfte auf das bundesweite Netzwerk des Deutschen Roten Kreuzes und seiner Kooperationspartner der Luftrettung zurückgreifen.

Einsatzspektrum der Bergwacht

Neben der Pistenrettung im Winter steht vor allem die Rettung von Verletzten aus unwegsamen Gelände in den Bergen im Vordergrund. Dazu gehört auch die schwierige Bergung von Kletterern aus dem Fels. In besonderen Fällen werden Verletzte per Hubschrauber gerettet oder der Notarzt aus der Luft zum Verletzten transportiert. Rettungshundestaffeln sorgen dafür, dass verunglückte Personen selbst nach Lawinen Überlebenschancen haben.

Die Kletterkenntnisse der Bergwacht kommen auch bei der Rettung von Gleitschirmpiloten aus Bäumen zum Einsatz und bei der Höhenrettung aus Gebäuden und Seilbahnen. Die meisten Einsätze der Bergwacht finden aufgrund von Freizeitunfällen in den Bergen statt. Um die sensible Tier- und Pflanzenwelt in den Bergregionen zu erhalten, setzt sich die Bergwacht aktiv für den Naturschutz ein. Sie leistet wertvolle Aufklärungsarbeit bei Touristen und Freizeitsportlern und richtet eigene Schutzräume in besonders gefährdeten Regionen ein.

Mitmachen

Bei der Bergwacht dabei zu sein, ist eine äußerst spannende und herausfordernde Aufgabe. Die Voraussetzungen unterscheiden sich bei den jeweiligen Landesverbänden. Sie sollten aber gesund, sportlich und mindestens 16 Jahre alt sein.

In einer zweijährigen Ausbildung können Sie sich beim DRK zur Bergwachtfrau bzw. zum Bergwachtmann ausbilden lassen. Zur Ausbildung gehören der Winter- und Sommerrettungsdienst, also das Verhalten im Gebirge, Sicherungstechniken und Sanitätsausbildung ebenso wie Skifahren, Skilanglauf, Klettern und Erstversorgung im Schnee. Erfahrene Helferinnen und Helfer können außerdem weitere Ausbildungen in der Lawinenkunde und im Fahren von Motorschlitten machen.

Herr Manfred Kluge

Rudi-Karl-Hütte
Reutestraße 16
73457 Essingen-Lauterburg


www.bergwacht-aalen.de