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Bereichsentscheid der württembergischen Jugendrotkreuz-Gruppen in Aalen |
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„Ihr hattet zwei
Decken. Warum habt ihr nicht beide verwendet?“, fragt die
Schiedsrichterin streng. Die Jugendrotkreuzler (JRK) blicken sich an,
zucken mit den Schultern. „Gar nicht so einfach, sich im Notfall alles
zu merken“, sagt eine. „Das kostet Punkte“, murmelt ihr Kollege. „Super
gemacht, trotzdem“, stimmt die Jurorin versöhnliche Töne an.
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Aalen. „Ihr seid mit eurer Gruppe zum Sanitätsdienst auf der örtlichen Kirmes eingeteilt. Passanten rufen euch zu einem Notfall. Dort findet ihr zwei verletzte Personen“, weist ein Schiedsrichter die Teilnehmer des JRK Altbach (Landkreis Esslingen) ein. Der erste Verletzte leide an Unterkühlung und habe eine Wunde am Arm, der zweite sei ebenfalls nass, unterkühlt und werde nach fünf Minuten schläfrig, beschreibt er weiter.
Situationen wie diese sind es, mit denen es die Jugendrotkreuzgruppen aus Württemberg an diesem Tag in der Aalener Greutschule zu tun bekommen. Aus 23 Kreisverbänden haben sich jeweils die Kreissieger der Stufen II (13-16 Jahre) und III (17-27 Jahre) für den JRK-Bereichsentscheid qualifiziert, kämpfen nun um den Einzug in den Landesentscheid. Aus dem Altkreis Aalen sind Neuler und Fachsenfeld mit dabei. Aufgaben aus den Bereichen Erste Hilfe, Notfalldarstellung, Rot-Kreuz-Wissen und Soziales Engagement müssen die Jugendrotkreuzler im Bereichsentscheid lösen.
„So realistisch wie möglich soll alles sein“, sagt JRK-Landesleiter Tobias Locher. So müssen für den Themenbereich Notfalldarstellung diejenigen, die die Verletzten mimen, beispielsweise vom Rest der Gruppe geschminkt werden – wie beim JRK Altbach. „Ihr habt 35 Minuten Zeit“, sagt einer der drei Schiedsrichter. In dieser Zeit müssen die Altbacher ihre zwei Verletzten schminken und das Szenario unter den Augen der Schiedsrichter nachspielen. „So, wie sie es gelernt haben“, sagt DRK-Jugendbildungsreferentin Susanne Gauermann. Auch Theoriewissen der Teilnehmer wird abgefragt. „Warum müssen Brandwunden mit Wasser gekühlt werden?“ „Wie könnt ihr erkennen, ob sich eine Person vergiftet hat?“ Das JRK Altbach verpasst letztlich den Sprung unter die besten vier der Stufe III. Dafür qualifiziert sich aber der JRK-Nachwuchs aus Neuler (Stufe II) als Vierter für den Landesentscheid am 3. Juli in Göppingen.
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